EXCEL-BEISPIELE      retrograde BEZUGSKALKULATION


KALKULATION

Beispiel 1    Beispiel 2    Beispiel 3    Beispiel 4    Beispiel 5

So nennt man jenen Rechengang, dessen Ergebnis dem Händler zeigt, wie hoch der Verkaufspreis seiner Ware sein sollte.

Er muss dann seine Kunden nur noch zum Kauf motivieren, in dem er sie davon überzeugt, dass die Konkurrenz zwar billiger aber nicht günstiger anbietet und er ein ganz besonders Lieber ist, der Alimente für acht Kinder und drei Verflossene zu zahlen hat. Und Arztkosten für seinen Schäferhund mit HDP obendrein.

 

  A B C D E F G
1 Listenpreis: L-Rabatt: L-Skonto: Regien: Gewinn: K-Skonto: K-Rabatt:
2              
3      
4      
5      
6 Listenpreis =A2 der Preis, den keiner zahlen will
7 Lieferantenrabatt =A2*B2 je mehr desto besser
8 ZIELPREIS =C6-C7 der Preis, der möglichst spät bezahlt wird
9 Lieferantenskonto =C8*C2 gibt´s bei sofortiger oder rascher Bezahlung
10 KASSAPREIS =C8-C9 kriegt der Lieferant vom Händler 
11 Bezugsspesen   kann es geben oder auch nicht
12 EINSTANDSPREIS =C10+C11 jetzt ist die Ware beim Händler angekommen
13 Regien =C12*D2 Unkosten des Händlers
14 SELBSTKOSTENPREIS =C12+C13 daran hat der Händler noch nichts verdient
15 Gewinn =C14*E2 nun geht´s ans Verdienen
16 KASSAPREIS =C14+C15 das will der Händler auf jeden Fall haben
17 Kundenskonto =C16/(100%-F2)*F2 wird für Barzahler später wieder abgezogen
18 ZIELPREIS =C16+C17 zahlen die "Nicht-Barzahler"
19 Kundenrabatt =C18/(100%-G2)*G2 wird für "Feilscher" später wieder abgezogen
20 LISTENPREIS =C18+C19 zahlen die, die "keine Rechnung" brauchen
21 USt =C20*20% der Staat braucht Geld
22 BRUTTOVK =C20+C21 zahlt der Konsument, das arme Schwein
23      


Kalkulationsscheibe - mit den gegeneinander drehbaren Ringen
kann man schneller als mit dem Rechner kalkulieren.
Bild: WEBSCHOOL

 

Im folgenden Beispiel 1 wird eine Ware "kalkuliert":
 
  A B C D E F G
1 Listenpreis: L-Rabatt: L-Skonto: Regien: Gewinn: K-Skonto: K-Rabatt:
2 4.500 30% 2% 40% 8% 3% 15%
3      
4      
5      
6 Listenpreis 4.500,00 der Preis, den keiner zahlen will
7 Lieferantenrabatt 1.350,00 je mehr desto besser
8 ZIELPREIS 3.150,00 der Preis, der möglichst spät bezahlt wird
9 Lieferantenskonto      63,00 gibt´s bei sofortiger oder rascher Bezahlung
10 KASSAPREIS 3.087,00 kriegt der Lieferant vom Händler 
11 Bezugsspesen   kann es geben oder auch nicht
12 EINSTANDSPREIS 3.087,00 jetzt ist die Ware beim Händler angekommen
13 Regien 1.234,80 Unkosten des Händlers
14 SELBSTKOSTENPREIS 4.321,80 daran hat der Händler noch nichts verdient
15 Gewinn    345,74 nun geht´s ans Verdienen
16 KASSAPREIS 4.667,54 das will der Händler auf jeden Fall haben
17 Kundenskonto    144,36 wird für Barzahler später wieder abgezogen
18 ZIELPREIS 4.811,90 zahlen die "Nicht-Barzahler"
19 Kundenrabatt    849,16 wird für "Feilscher" später wieder abgezogen
20 LISTENPREIS 5.661,06 zahlen die, die "keine Rechnung" brauchen
21 USt 1.132,21 der Staat braucht Geld
22 BRUTTOVK 6.793,27 zahlt der Konsument, das arme Schwein
23      

 

Beispiel 2
Provisionen für Vertreter bzw. Außendienstverkäufer müssen ebenfall in der Kalkulation berücksichtigt werden.
Auf Basis der KASSAPREISES (C12) wird der Provisionssatz (17 %) und der Kundenskonto (3 %) berechnet.

 

Beispiel 3
Der Verkauf von Trikots ist die umsatzstärkste Merchandising-Aktivität großer Fußballklubs.
Erstellen Sie aus den folgenden Angaben ein Kalkulationsschema und berechnen Sie die Prozentwerte:
 
Herstellungskosten 10,0   (davon Materialkosten 4,-)


Manchester United
57,94 Pfund (1€ = 0,82 £, 70 €)

Vertriebskosten 4,0  
Lizenzkosten 4,0  
Aufschlag des Trikotverkäufers* 15,0   *z.B: ADIDAS, NIKE, Kappa, PUMA, ...
EINSTANDSPREIS

33,0

  zahlt der Verein bzw. der Sportartikelhändler
Aufschlag 35,0   Spanne des Vereins bzw. des Sportartikelhändlers
USt 13,6  
BRUTTOVK 81,6   zahlen die Fans mit Freude

 

Beispiel 4
Ein günstiger Damen-Hausanzug bei einem Textildiskonter kostet
 
Verkaufspreis btto 11,99   (inkl. 20 % USt)
 
VK ohne Steuer
Verkaufspreis netto 9,99

Vom Nettoverkaufspreis entfallen
40 % auf Herstellung und Transport
18 % auf Personal
7 % auf das Marketing
15 % auf die Miete
5 % auf weiteren betrieblichen Aufwand
... wie hoch ist der Gewinn in bzw. in %?. 1,5   15

 

Beispiel 5:
Die Fairwear Foundation veröffentlichte Kalkulationsdaten für ein T-Shirt, das in Bangladesh produziert und zum Verkaufspreis von € 29,-- den westlichen Konsumenten angeboten wird.
 
Zahlung an Arbeiterinnen 0,6 % 0,18 €
Fixkosten 0,9 % 0,27
Profit Lieferant in Bangladesh 4 % 1,15
Zwischenhändler 4 % 1,20
Transportkosten 8 % 2,19
Materialkosten 12 % 3,40
Profit der Marke 12 % 3,61
Handelsspanne (inkl. USt)  59 % 17,00

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