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KGRÖSSTE - Drittes Ermittlungsverfahren bei NR-Wahlen mit STAR-CALC

KGRÖSSTE - Mandatsverteilung im Burgenländischen Landtag Wahl 2010 mit EXCEL

KGRÖSSTE - Berechnung der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag mit EXCEL nach Hare/Niemeyer


KGRÖSSTE  -  KKLEINSTE
 

Die Funktionen eignen sich bestens für die Ermittlung der Mandatszahlen nach Auszählung der Stimmen.
Hier am Beispiel der Wiener Landtagswahlen (= Gemeinderatswahlen) vom Oktober 2010.

Auszug aus der Wiener Wahlordnung:  Erstes Ermittlungsverfahren
§ 83 (1) Die Wahlzahl für die Verteilung der Gemeinderatsmandate wird gefunden, indem die Gesamtsumme der im Wahlkreis für die Parteilisten abgegebenen gültigen Stimmen durch die um eins vermehrte Anzahl der Mandate geteilt wird. Die so gewonnene und in jedem Fall auf die nächstfolgende ganze Zahl zu erhöhende Zahl ist die Wahlzahl.
(2) Jede Partei erhält so viele Mandate, wie die Wahlzahl in ihrer Parteisumme enthalten ist.
(4) Mandate, die bei der Verteilung innerhalb des Wahlkreises nicht vergeben werden (Restmandate), sowie Parteistimmen, deren Zahl für die Zuteilung eines weiteren Mandates an eine Partei nicht ausreicht (Reststimmen), werden der Stadtwahlbehörde überwiesen.

Zweites Ermittlungsverfahren
§ 87 (4) Am zweiten Ermittlungsverfahren nehmen nur Parteien teil, die im ersten Ermittlungsverfahren in einem Wahlkreis wenigstens ein Mandat im Gemeinderat erlangt oder im ganzen Gemeindegebiet mindestens 5 % der für die Wahl des Gemeinderats abgegebenen gültigen Stimmen erhalten haben.
(5) Die Stadtwahlbehörde stellt zunächst auf Grund der ihr von den Bezirkswahlbehörden übermittelten Niederschriften die Anzahl der im zweiten Ermittlungsverfahren zu vergebenden Restmandate und die Summe der bei jeder gemäß Abs. 4 in Betracht kommenden Partei verbliebenen Reststimmen fest.
(6) Auf diese Parteien werden die im zweiten Ermittlungsverfahren zu vergebenden Restmandate mittels der Wahlzahl verteilt, die folgendermaßen zu berechnen ist:
Die Summen der Reststimmen werden, nach ihrer Größe geordnet, nebeneinander geschrieben; unter jeder Summe sind die Hälfte, darunter das Drittel, das Viertel und nach Bedarf die weiterfolgenden Teilzahlen zu schreiben. Als Wahlzahl gilt bei bloß einem zu vergebenden Restmandat die größte, bei zwei zu vergebenden Restmandaten die zweitgrößte, bei drei Restmandaten die drittgrößte, bei vier die viertgrößte Zahl usw. der so angeschriebenen Zahlen.
(8) Wenn nach dieser Berechnung zwei oder mehrere Parteien auf das letzte zu vergebende Restmandat den gleichen Anspruch haben, entscheidet das Los.

 

Wahlkreis GR-Mitglieder Wahlkreis GR-Mitglieder
Zentrum (1. 4. 5. 6.) 8 Rudolfsheim 3
Innen-West (7. 8. 9.) 6 Ottakring 5
Leopoldstadt 5 Hernals 3
Landstraße 5 Währing 3
Favoriten 10 Döbling 4
Simmering 5 Brigittenau 4
Meidling 5 Floridsdorf 10
Hietzing 3 Donaustadt 10
Penzing 5 Liesing 6

 

  • 1. Ermittlungsverfahren
    § 83 (1) Die Wahlzahl für die Verteilung der Gemeinderatsmandate wird gefunden, indem die Gesamtsumme der im Wahlkreis für die Parteilisten abgegebenen gültigen Stimmen durch die um eins vermehrte Anzahl der Mandate geteilt wird. Die so gewonnene und in jedem Fall auf die nächstfolgende ganze Zahl zu erhöhende Zahl ist die Wahlzahl.
    Im Wahlkreis ZENTRUM waren 8 Mandate zu vergeben. Gültige Stimmen gab es 56.317. Die Wahlzahl ergab sich daher aus der Rechnung 56.317 dividiert durch 9.
     

     

     
  • Auflistung aller Wahlkreise:
     

     
  • (2) Jede Partei erhält so viele Mandate, wie die Wahlzahl in ihrer Parteisumme enthalten ist
     

     
    Formelansicht:
     

     
  • Tabelle um GRÜNE und FPÖ erweitern und mit  den unten angeführten Werten komplettieren.
     

     
  • Im 1. Ermittlungsverfahren wurden 74 Mandate vergeben (42  8  20  4)
    An Reststimmen verblieben:
     

     

     
  • Im 2. Ermittlungsverfahren waren 26 Mandate zu vergeben. Daher war die 26-größte Teilzahl die WAHLZAHL. Sie wurde von der Funktion KGRÖSSTE im Bereich von Zelle B2 bis E19 (bis E9 hätte auch gereicht) "gesucht":   =KGRÖSSTE(B2:E19;26)
    (6) ... Die Summen der Reststimmen werden, nach ihrer Größe geordnet, nebeneinander geschrieben; unter jeder Summe sind die Hälfte, darunter das Drittel, das Viertel und nach Bedarf die weiterfolgenden Teilzahlen zu schreiben. Als Wahlzahl gilt bei bloß einem zu vergebenden Restmandat die größte, bei zwei zu vergebenden Restmandaten die zweitgrößte, bei drei Restmandaten die drittgrößte, bei vier die viertgrößte Zahl usw. der so angeschriebenen Zahlen.
     

     
    Formelansicht:
     



     
  • Die Parteien erhielten noch  7   5   7   7  Mandate

 

KKLEINSTE

Der Landesverband zur Fortführung unrentabler landwirtschaftlicher Betriebe sichert den 15 Landwirten mit den kleinsten Anbauflächen durch Zahlungen aus Mitteln des Anti-Globalisierungs-Fonds das wirtschaftliche Überleben.
  1. Tabelle anlegen
  2. In I2 nach dem 15.kleinsten Wert suchen
     
     
     
  3. In J2 die kleinsten Betriebe benennen
     

     
  4. Die Tabelle enthält alle Angaben, die für einen Serienbrief erforderlich sind.
    In einem Schreiben können die 15 geförderten Landwirte über die Zuerkennung und Höhe der Förderung informiert werden, die nicht geförderten sind in einem Schreiben darauf aufmerksam zu machen, wie groß die Fläche sein sollte, von der sie sich zu trennen haben (verkaufen, verschenken, verlosen?), damit sie im nächsten Jahr voraussichtlich zu den 15 geförderten Betrieben zählen werden.
     

 

EXCEL in WORD

In EXCEL erzeugte Tabellen können in unterschiedlicher Form und Funktionsumfang von WORD übernommen werden.

  • Tabelle in EXCEL markieren
  • Rechtsklick in den markierten Bereich / Kopieren
  • Nach WORD wechseln
  • Rechtsklick an die gewünschte Stelle. Im Kontextmenü stehen mehrere   Einfügeoptionen:  zur Wahl:
     

     
  • Die Symbole zeigen in der Vorschau, wie die jeweilige Option die Tabelle in WORD aussehen lässt. Ein verknüpftes Objekt öffnet nach einem Rechtsklick in eine Zelle ein Kontextmenü
     
     
     
  • über das nach der Wahl von Öffnen-Verknüpfen die Tabelle in  EXCEL geöffnet und bearbeitet werden kann.


 

Muster für ein Übungsbeispiel zum selben Thema:

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