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ZAHLUNGSBILANZ

Je länger ich Einsicht habe, um so klarer sehe ich, dass nirgendwo in den Landen Handel und Gewerbe die nötige Fürsorge erfahren; und doch sind dieselben das einzige Mittel, den Landen Wohlstand zu bringen und fremdes Geld anzuziehen.

Portalbild - Österreichische Nationalbank; Bild: WEBSCHOOL

MARIA THERESIA

Alle Bilder: WEBSCHOOL

 

Wie erfolgreich die Wirtschaft eines Staates arbeitet ist am Ergebnis seiner ZAHLUNGSBILANZ zu erkennen. Sie ist eine Gegenüberstellung aller Einnahmen und Ausgaben, die sich aus dem internationalen Wirtschaftsverkehr des Staates ergeben.
LEISTUNGSBILANZ
KAPITALBILANZ
ZAHLUNGSBILANZ
https://www.usp.gv.at/Portal.Node/usp/public/content/aussenwirtschaft/zahlungsbilanzerhebung/Seite.1580001.html

 

Die LEISTUNGSBILANZ erfasst den Handel und die Dienstleistungen zwischen dem In- und Ausland, die Erwerbseinkommen (= Löhne und Gehälter für Leistungen, die von Inländern für ausländische Arbeitgeber erbracht werden, bzw. von Ausländern für inländische Arbeitgeber), die Vermögenseinkommen (Dividenden und Zinsen aus grenzüberschreitenden Investitionen und die Transferzahlungen (z. B. Gastarbeiterüberweisungen in ihre Heimatländer, "grenzüberschreitende" Erbschaften, Pensionen die Inländer aus dem Ausland bzw. Ausländer aus dem Inland beziehen, Beiträge zum EU-Haushalt)    
   
HANDELSBILANZ
DIENSTLEISTUNGSBILANZ
ERWERBS-, VERMÖGENSE.
TRANSFERZAHLUNGEN
LEISTUNGSBILANZ

 

In der HANDELSBILANZ scheinen die Zahlungen für die Einfuhr (Import) und Ausfuhr (Export) von Gütern (Waren) auf. Seit dem Jahr 1945 war diese Bilanz nur in den Jahren 2002 + 2007 positiv. D. h. der Wert der aus Österreich exportierten Waren war höher als der Wert der importierten.

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WARENAUSFUHR (Exporte)
WARENEINFUHR (Importe)
HANDELSBILANZ

 

Plasser + Theurer Gleisbaumaschine. Vorderer Teil. Bild: WEBSCHOOL; 23. April 2007, Bahnhof HeiligenstadtPlasser + Theurer Gleisbaumaschine. Zweiter Teil. Bild: WEBSCHOOL; 23. April 2007, Bahnhof Heiligenstadt Plasser & Theurer, ein österreichisches Paradeunternehmen. Weltmarktführer beim automatischen Gleisbau (Universalstopfmaschinen, Schienenverlegung, Fahrleitungsbau...). Produktionsstätten - Service- Werkstätten- Ersatzteillager auf allen Kontinenten.
3000 Beschäftigte weltweit. Bedeutender Exportbetrieb im Segment Maschinen-, Eisen-, Stahlbauindustrie

 

Den für Österreich größten Anteil an der DIENSTLEISTUNGSBILANZ, also dem Geldfluss für den Austausch von Diensten zwischen dem In- und Ausland, hat der Reiseverkehr. Ausländischen Urlaubern gefällt es in Österreich so gut, dass sie hier mehr Geld ausgeben als die österreichischen Urlauber im Ausland. Weitere Positionen dieser Bilanz sind Zahlungen im Frachten- und Personentransport (wenn die Beförderungswege grenzüberschreitend sind), für Patente und Lizenzen (österreichische Unternehmen zahlen an die ausländischen Rechteinhaber oder umgekehrt), Kommunikationsdienstleistungen (grenzüberschreitende Telefongespräche, Internetgebühren, internationale TV-Übertragungen, ...), Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Bauleistungen, Beratungstätigkeiten, ..
   
   
  REISEVERKEHRSEINNAHMEN
  REISEVERKEHRSAUSGABEN
  FRACHTEN- u. PERSONENTR:
  PATENTE u. LIZENZEN
  KOMMUNIKATIONSDIENSTL.
  u. s. w.
DIENSTLEISTUNGSBILANZ

 

Zahlungen (Direktinvestitionen) von Inländern für den Erwerb von oder die Beteiligung an ausländischen Unternehmen (mit mind. 10 % des Grundkapitals) scheinen in der KAPITALBILANZ auf. Analoges gilt auch für den umgekehrten Vorgang (Ausländer kaufen bzw. beteiligen sich an österreichischen Firmen). Weiters finden hier grenzüberschreitende Grundstückstransaktionen, Kredite verbundener Unternehmen (Tochter an Mutter oder umgekehrt) und grenzüberschreitende Veranlagungen in Wertpapieren Eingang. Ferner Finanzderivate (grenzüberschreitende Investitionen in Optionen, Futures, ...), Sonstige Investitionen (Kapitalverkehr, der nicht schon in anderen Bereichen erfasst wurde) und die Offiziellen Währungsreserven (Goldbestand, Nicht-EU-Währungen, Wertpapiere, Einlagen, ...)
DIREKTINVESTITIONEN
WERTPAPIERINVESTITIONEN
FINANZDERIVATE
SONSTIGE INVESTITIONEN
WÄHRUNGSRESERVEN
KAPITALBILANZ

 

HANDELSBILANZEN in Mrd. Währungseinheiten

  EINFUHREN AUSFUHREN
  2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Deutschland  732 770 805,8 667 798  902 906 895  894 969 984,1 803 952  1060 1096 1094
Österreich 106,9 116,9 119,1 97,8 113 131 132 130 106,8 118,2 117,3 94,1 109 122 123,5 125
Schweiz SFR 165,5 183,4 186,8 161 174 174 177 177 177,4 197,3 206,7 181 193 198 201 201

Quellen: SNB, Destatis, Statistik Austria

WICHTIGSTE HANDELSPARTNER DER SCHWEIZ   WICHTIGSTE EXPORTARTIKEL DER SCHWEIZ
DEUTSCHLANDS WICHTIGSTE HANDELSPARTNER
ÖSTERREICHS WICHTIGSTE HANDELSPARTNER

 

Registrierkasse - Bild: WEBSCHOOL Wenn man alle LEISTUNGSBILANZEN bzw. deren Salden aller Staaten der Welt gegeneinander aufrechnet, müsste das Ergebnis "Null" sein. Die Summe aller Defizite sollte der Summe aller Überschüsse entsprechen. Das war jedoch - außer 2005 - nie der Fall. Gemäß den Statistiken des Internationalen Währungsfonds wiesen vor 2005 die Gesamtdefizite und danach die Gesamtüberschüsse den größeren Wert aus.

Bild: WEBSCHOOL

 

Aktuelle Daten gibt es auf der Statistik-Hotline der Österreichischen Nationalbank: 01/40420-5555 und unter www.dieaktuellezahl.oenb.at
Daten für die Schweiz auf der Seite der Schweizer Nationalbank: www.snb.ch

Letzte Aktualisierung: 20. Juli  2016

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